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Zoo, Zirkus: Kampagne TIERPARK LÜBECK SCHLIESSEN
Veröffentlicht von Administrator am Sonntag, 20. Februar 2011
( mal gelesen)

Gast schreibt:
Nach über fünf Jahren Kampagne kam das Ende dann doch früher, als erwartet.  Am 27.Oktober 2010 schloss der Tierpark in Israelsdorf nach über 60 Jahren für immer seine Pforten.


Wurde  aber am 31.Oktober  dann noch einmal für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet. Auch wir haben an diesem historischen Tag noch einmal den Tierpark besucht. Wir stellten fest, viele Tiere hatten den Tierpark bereits verlassen. Einige Tiere, so konnte der örtlichen Presse entnommen werden, wurden in den Grömitzer Zoo umgesiedelt. Mehrere Hochlandrinder wurden bereits Anfang des Jahres über den Amtsveterinär verkauft. Nicht mehr als 50 Tiere konnten von uns gezählt werden.
Bruno "lebte" noch immer in seinem Bärenzwinger, die Primaten Bimbo und Konga wurden auch an diesem Tag wieder "vorgeführt".
Der Vertrag für das Areal läuft im Dezember 2011 aus. Nach unserer Einschätzung, Wahrnehmung befand sich der Tierpark in der Abwicklung. Allerdings wurde das Übernahmeangebot von AAP Sanctuary for Exotic Animals in den Niederlanden die Primaten aufzunehmen, zu therapieren,immer wieder vom "Eigentümer" der Primaten und von der Stadt abgelehnt.
Wir wollten und konnten es nicht hinnehmen, dass die Primaten Bimbo und Konga noch einmal einen langen Winter in dem feuchten, maroden Haus, untergebracht auf engstem Raum, ohne Tageslicht, ohne Sonne, eingesperrt werden.
Die schweren psychischen und körperlichen Leiden waren schon Mitte der 90 ziger gravierend. Diese wurden in mehreren ethologischen Gutachten festgestellt und beschrieben, sodass den Tieren spätestens dann alle therapeutischen Maßnahmen hätten zur Verfügung gestellt werden müssen, um diese Leiden zumindest zu mindern. Jahrelang wurden die schweren Verhaltensstörungen der Primaten durch den Amtsveterinär Dr.Müller-Buder öffentlich vehement bestritten. "Es besteht keinerlei Handlungsbedarf".
In einem nicht für die Öffentlichkeit bestimmten, vertraulichen Papier der Stadtverwaltung Lübeck heißt es im September 2009, Zitat: "Die Umsiedlung der Primaten und des Braunbären wurde geprüft. Es handelt sich um sehr alte Tiere. Die Primaten sind schwer verhaltensgestört und der Bär lahmt auf Grund von Gelenkerkrankungen der Hinterbeine. Auf Grund des hohen Alters und gesundheitlichen Zustands sind diese Tiere nicht in andere Gruppenverbände integrierbar und werden sich kaum noch in einer neuen Umgebung einleben."
 
Aber wir lassen nicht nach.
Die Dokumentation einer Begehung des Tierparks Anfang Juli 2010 kann sich kaum eineR entziehen. Der zuständige Senator Bernd Möller "Wir haben es mit sehr unschönen Bildern zu tun. Doch ein Tierquäl-Tatbestand ist nicht analysiert worden".
 
Am 19.Oktober 2010 besucht eine Fachtierärztin für Tierschutz, eine öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Tierschutz in öffentlichen-, privaten-, gewerblichen-, landwirtschaftlichen-, sowie Zoo- und Zirkustierhaltungen im Auftrag der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. den Tierpark in Lübeck und erstellt ein Kurzgutachten über 14 Seiten. Mit einer ausführlichen Stellungnahme zum Zustand des Braunbären Bruno.
 
Anfang November 2010 kann im Rahmen der Kampagne ein weiterer Erfolg erzielt werden. Zwar nicht wunschgemäß. Unter größter Geheimhaltung werden die Primaten Bimbo und Konga umgesiedelt. Auf dem Landweg erreichen sie ihr neues Zuhause "Wales Ape and Monkey Sanctuary". Näheres zur Umsiedlung zu finden http://ape-monkey-rescue.org.uk/news.html
Mittlerweile sollen Kontakte zu Artgenossen statt gefunden haben. Wir hoffen, dass für Bimbo und Konga alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden ihnen in Gefangenschaft ein möglichst nahezu artgerechtes Leben zu ermöglichen.
 
Nach Amtsantritt des neuen Senators Bernd Möller im Mai 2010 bemühte sich eine Tierschutzorganisation den Braunbären Bruno im Sommer/Herbst 2010 in einen Bärenwald umzusiedeln. Die Organisation war sich sicher, dass das Angebot angenommen wird. Zumindest wurde von der Stadt der Eindruck erweckt.
Aber dann kam die Absage. Obwohl  Dr. Müller-Buder in einem Vermerk zur Begehung des Tierparks vom 23.11.2010 schreibt, Zitat: "Einer Verbringung des Tieres in ein anderes Gehege steht nichts im Wege". Er bestätigt  in gleichem Schreiben einerseits den " guten Gesundheitszustand des Bären", gleichzeitig aber auch die  Tumorerkrankungen, die Hüftgelenksarthrose, die Lahmheit des Bären und führt aus, dass jetzt seit zwei Monaten (!) konsequent eine Schmerztherapie durchgeführt wird.
 
Im Januar 2011 erstattet die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. Strafanzeige  wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegen den Betreiber des Lübecker Tierparks und die Verantwortlichen in den städtischen und staatlichen Aufsichtsbehörden.
Auszüge aus der Pressemeldung vom 9.1.2011
Zitat: "   Die DJGT sah sich jetzt angesichts der permanenten und jeglichen Gedankenaustausch ablehnenden Weigerung der für den Tierschutz im Zoo Lübeck zuständigen Behörden der Stadt wie in der Landesregierung zur Erstattung einer Strafanzeige bei der Lübecker Staatsanwaltschaft gezwungen.
Nähere Informationen zum Inhalt der Strafanzeige führt die DJGT wie folgt in ihrer Presseerklärung aus. Zitat:" Die DJGT bejaht den Anfangsverdacht von Straftaten nach §  17 Nr.2b Tierschutzgesetz. Sie prangert an, dass infolge erheblicher und jedermann ersichtlicher unterlassener Klauen- bzw. Hufpflege zahlreiche dokumentierte Ponies, Kamerunschafe, Esel, Ziegen und Schweine längerdauernd erheblich litten.
Die beiden Schimpansen weisen strafbare Qualität aufweisende Hospitalismuserscheinungen auf, denen seit einer Begutachtung 1993 offenbar nicht entgegengewirkt wurde.
Der Braunbär weist deutliche Symptome einer bestehenden Arthrose, Muskelschwund, ausgeprägte Hintenhandschwäche  und im besonderen einen fast kompletten Verlust des Komfortverhaltens auf, welches ein deutlicher Leidensindikator ist. Eine durchgängige Schmerztherapie war nicht festzustellen.
Die DJGT hält wegen des Unterlassens von nach § 2 Tierschutzgesetz zwingend nötigen Maßnahmen in erster Linie die Zoobetreiber und wegen der Verletzung der gesetzlichen ihnen auferlegten Fürsorgepflicht für die tierlichen Mitgeschöpfe die Amtstierärzte und beauftragten Tierärzte strafrechtlich für verantwortlich. Sie sieht auch Anhaltspunkte, dass diese rechtliche Garantenpflicht auch von weiteren vorgesetzten Behördenangehörigen verletzt sein könnte und erwartet entsprechende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
In ihrer Anzeige hat die DJGT auch darauf hin gewiesen, dass der Generalstaatsanwalt in Schleswig bereits 1993 fahrlässige tierschutzrechtliche Pflichtverstöße bei der Lübecker Zootierhaltung in den Raum stellte. Erkennbare risikobasierte, ausreichend greifende Maßnahmen zugunsten des Tierwohls sind dennoch seitdem für die DJGT nicht ersichtlich".
 
Wie jetzt bekannt wurde ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz durch verschiedene Lübecker Bürger bei der Staatsanwaltschaft Lübeck anhängig.
 
Die Diskussionen medial und auf politischer Ebene werden weitergehen. In wenigen Monaten muss das Areal in Israelsdorf geräumt sein. Der Förderverein die Tierparkgesellschaft e.V. wird für den Rückbau der Anlagen zuständig sein und wir freuen uns schon jetzt auf jeden Käfig, jeden Bau, der abgerissen werden wird.
 
Dennoch sind wir (noch immer) in großer Sorge.
Am 25.1.2011 befragt in einer Hauptausschusssitzung der Stadt  zum aktuellen Tierbestand auf dem ehemaligen Tierpark-Areal, teilte der zuständige Senator Bernd Möller mit, dass ihm aktuelle Zahlen nicht bekannt seien. Nach Aussage des Senators sollen aber  Ende November 2010  118 Tiere auf dem Areal gelebt haben . Zusätzlich sollen sich die Ziegen  in der Zwischenzeit stark vermehrt haben.
Es ist für uns nicht nachvollziehbar und unserer Meinung nach unverantwortlich .
Es kann davon ausgegangen werden, dieser Tierpark ist und bleibt geschlossen. Wie sich die "private Tierhaltung" auf dem Areal in den kommenden Monaten weiterentwickeln wird ist fraglich.
Es besteht  die Möglichkeit, dass der Tierbestand  weiter ansteigen wird !!!!!
 
Die Kampagne ist noch nicht zu Ende! Wir bitten Sie und Euch noch einmal um Unterstützung. Danke.
 
Noch immer zuständig für Proteste und Anfragen
 
Fachbereich 3 Umwelt, Sicherheit und Ordnung
Innensenator Bernd Möller
Bernd.Moeller@luebeck.de
Kronsforder Allee 2-6
23539 Lübeck
Telefon 0451 122 3000
Fax 0451 122 3009
 
Verbraucherschutz und Tiergesundheit
Amtsveterinär
Dr. Andreas Müller-Buder
andreas.mueller-buder@luebeck.de
Kronsforder Allee 2-6
23539 Lübeck  
Telefon 0451 122 12 13
Fax 0451 122 4536
 

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