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Münster: Demo gegen die Pelz- und Lederindustrie

Termindatum:Samstag, 11. November 2017Startzeit:12:00h
Enddatum:Samstag, 11. November 2017Ende:15:00h
Kategorie:Pelz, Leder...   Pelz, Leder...
Beschreibung:
https://www.facebook.com/events/1466251506800239/
Roggenmarkt, 48143 Münster
Es geht weiter. Der Protest gegen die Pelz- und Lederindustrie darf nicht abbrechen, im Gegenteil: er muss lauter und lauter werden. Es gilt unserer Empörung, die wir angesichts der Alltäglichkeit krassester Gewalt gegen nichtmenschliche und menschliche Tiere unweigerlich empfinden, Ausdruck zu verleihen. Wir nehmen es nicht hin, dass empfindungsfähige Lebewesen im Dienste des Profits in die Maschinerie kapitalistischer Warenproduktion geworfen und dort zu Gegenständen verarbeitet werden, gleichsam so, als besäßen sie keinerlei Interesse an ihrem Leben, ihrer Freiheit und Unversehrtheit. Wir behandeln Lebewesen, die sich nur graduell von uns selbst unterscheiden und die uns in den moralisch wichtigen Aspekten um nichts nachstehen, als seien sie nichts als tote Materie, über die wir frei verfügen und die wir für unsere noch so niederen Zwecke heranziehen dürfen. Dem aber ist nicht so. Es gibt keinen auch nur im Ansatz vertretbaren Anhaltspunkt, der unsere alltägliche Barbarei gegenüber nichtmenschlichen Tieren irgendwie rechtfertigen könnte. Es ist immer leicht, aus der Position des Profiteurs oder der Profiteurin heraus diejenigen als minderwertig zu stigmatisieren, von deren Ausbeutung und Missbrauch umfangreich profitiert wird. Wer die Definitionsmacht besitzt und darüber bestimmen kann, wessen Interessen wichtig und wessen nichtig sind, läuft fast naturgemäß Gefahr, eine unfaire und egoistische Beurteilung der Umstände vorzunehmen. Davor aber gilt es sich zu hüten! Moralische Größe hingegen zeigt, wer seine Privilegien dazu nutzt, sie der Gerechtigkeit und dem fairen Miteinander dienstbar zu machen, also auch Fürorge zu zeigen, sich zu kümmern. Das klappt bei sogenannten "Haustieren" oft ausgezeichnet, endet aber in der Regel dort, wo nichtmenschliche Tiere für menschliche Geldmacherrei infrage kommen, sie in irgendeiner noch so absurden Hinsicht profitabel erscheinen. Diese folgenschwere Willkür muss ein Ende haben und es braucht Menschen, die dieses Ende lauthals und voller Inbrunst verkünden. Es braucht Stimmen, die nicht nach Reformen und marginalen gesetzlichen Veränderungen verlangen, sondern entschieden fordern, was die Menschlichkeit selbst, wollen wir an diesem Begriff festhalten, längst von uns verlangt: Ein neues Verhältnis zu nichtmenschlichen Tieren, zur Umwelt und untereinander. Angesichts eines globalen Trends hin zur charakterlichen Verrohung und zur gesellschaftlichen Immunität gegenüber heftigstem Unrecht ist ein Aufschrei des Entsetzens längst überfällig; er muss ertönen und durch Mark und Glieder fahren, muss das Fundament aller Ausbeutungsverhältnisse zum Beben bringen und aufrütteln überall dort, wo die Menschheit sich aktuell von ihrer schrecklichsten Seite zeigt. Das schleißt tradierte Phänomene genauso mit ein wie solche, die dem aktuellen Zeitgeist entspringen, angeprangert gehören das Partriarchat, der alles verachtende Kapitalismus und die Tradition der Tierausbeutung ebenso wie (wieder) moderne Entwicklungen wie der Rechtsruck, der Ausbau eines Polizei- und Überwachungsstaates oder Flucht in eine saturierte Konsumwelt. Letztlich erwächst das eine aus dem anderen und überwunden werden kann all das nur gemeinsam. Machen wir also weiter, nicht erst am 11.11. auf der Demo, sondern jeden Tag - in voller Überzeugung!
Veröffentlicht von Gast am 04.11.17 und genehmigt von Administrator

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