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Hamburg: Demos gegen Tierausbeutung im "Circus Voyage" am 01. & 02.06.2013

Termindatum:Sonntag, 02. Juni 2013Startzeit:13:30h
Enddatum:Sonntag, 02. Juni 2013Ende:15:30h
Kategorie:Zoo, Zirkus   Zoo, Zirkus
Beschreibung:Demonstrationen gegen Tierausbeutung im „Circus Voyage“
01.06. 14:30- 16:30 Uhr, Veranstaltung bei Facebook
02.06. 13:30- 15:30 Uhr, Veranstaltung bei Facebook
Ort: Hamburg- Nordkanalstraße (neben dem ADAC Haus)

Aufruf
Während der Zirkus den Menschen eine Glitzerwelt voll mit Attraktionen vorspielt, bedeutet diese Welt für die Tiere im Zirkus ein Leben in Qual.

Der Circus Voyage tritt mit über 80 Tieren (u.a. Elefanten, Nashorn, Flusspferd, Giraffe, Kamele, Alpakas, Pferde, Tauben) auf und rühmt sich mit „einem einzigartigen Tableau der größten Landsäugetiere der Welt“.

Der Zirkus vermittelt gerne, dass die „Kunststücke“, welche die Tiere aufführen, den Tieren Spaß machen. Mit Nachdruck wird auch erklärt, wie eng die Beziehung zwischen Mensch (DompteurIn) und Tier sei. Die Wahrheit ist aber eine andere. Die „Kunststücke“ sind in der Regel gegen die Natur der Tiere und werden deswegen keinesfalls freiwillig aufgeführt. Stattdessen werden den Tieren mit Dreizack, Peitsche, Elektroschock, Futterentzug und anderen Foltermethoden durch die DompteurInnen die Tricks eingeprügelt. Die Anwendung dieser Foltermethoden geschieht während der Vorstellung so schnell und versteckt, dass der Zuschauer sie gar nicht bemerken kann. Ironischer Weise schreibt der Circus Voyage auf seiner Internetseite von „einfühlsamen und klassischen Pferdedressuren“. Das Gehorchen der Tiere und insbesondere auch das Reiten auf den sonst „wilden“, d.h. freien, Tieren soll die Beherrschung durch den Menschen zum Ausdruck bringen. Im Circus Voyage wird u.a. auf dem Flusspferd, Nashorn, den Pferden und Elefanten geritten.

Das Leben der „Zirkustiere“ besteht einzig und allein aus extremen Situationen. Während der Vorstellungen und Proben wird ihnen absolute Hochleistung abgerungen, um sie dann stumpfer Monotonie und krankmachender Langeweile in den Käfigen bzw. Gehegen zu überlassen. Alle Tiere, die an einer Stelle angekettet oder in viel zu engen Boxen eingesperrt herumstehen müssen, verkümmern psychisch und physisch. Natürlich bedeutet auch jeder Zirkusumzug eine Strapaze für die Tiere, ebenso wie die manipulativen Eingriffe in ihre arteigenen Sozialstrukturen und Bewegungsabläufe.

Auf der Internetseite beurteilt der Circus Voyage seine Tierhaltung als vorbildlich und beteuert „[…] in Sachen Tierhaltung beschreiten wir von Anfang an neue Wege und gelten als Vorzeige-Circus.“ Als Beispiele dieser „vorbildlichen und fortschrittlichen Tierhaltung“ wird das Badebecken für das Flusspferd und das große Freigehege für die afrikanischen Elefanten aufgeführt. Leider ist dies bei Weitem nicht ausreichend. Das Flusspferd möchte gerne ganztägig bis zu den Nasenlöchern eingetaucht im Gewässer ruhen und gemächlich Schwimmlaufen. Die Elefanten möchten zusammen mit ihrer Herde, die nicht zufällig durch den Zirkus zusammengestellt wurde sondern auf tiefen emotionalen und sozialen Bindungen beruht, durchstreifen. Nashörner möchten mit ihrem ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn ihr Revier erkunden, in dem sie sich sicher fühlen und auskennen, doch die fremdbestimmte Transporte unterbinden dies, Lärm und Gestank an den immer wieder wechselnden Standorten belasten ihre sensiblen Sinne außerordentlich.

Es ist eine unglaubliche Anmaßung, wenn Zirkusse behaupten ihre Tierhaltung sei artgerecht. Das Leben eines „Zirkustiers“ ist komplett widernatürlich.

In Deutschland gibt es keine juristisch verbindliche Verordnung, die Haltung und Unterbringung von Tieren in Zirkussen regelt. Kontrollen von Veterinärämtern sind in der Regel lasch. Sie orientieren sich an den so genannten „Zirkus-Leitlinien“, die völlig unzureichend sind und nur empfehlenden Charakter haben. Zirkusleute haben selbst an den Formulierungen dieser Leitlinien mitgewirkt. Will ein_e VeterinärIn einmal couragiert durchgreifen, kann auch sie oftmals die gequälten Tiere nicht beschlagnahmen, denn oft fehlt es schlichtweg an Unterbringungsmöglichkeiten oder Auffangstationen, oder der Zirkus entzieht sich durch eilige Abreise dem Zugriff. Der Verein „die tierbefreier e.V.“ verfügt hierfür über mehrere dokumentierte Beispiele.

Der Circus Voyage ist durch die schwerkranke Elefantendame Mausi mehrfach in die Medien geraten. Mausi hatte Arthrose und konnte vor Schmerzen kaum noch gehen, auch das Bremsen des Zirkuswagens ging ihr jedes Mal in die Knochen. Durch Frost (mangelhafte Haltung) sind Mausi Teile der Ohren abgefroren. Circus Voyage preist allerdings seine beheizten Stallungen an. Durch die Gefangenhaltung zeigt Mausi Verhaltensstörungen, wiederkehrende, monotone Bewegungsabläufe (auch als „Weben“ bezeichnet). Mausi war schon lange transportunfähig, wurde aber von den Veterinärämtern immer wieder als mehr oder weniger gesund erklärt. Bis zuletzt weigerte sich Circus Voyage, Mausi besser unterzubringen, bis Mausi in einem Transportwagen starb. Um sich der Öffentlichkeit in einem besseren Licht darzustellen, verfasste Circus Voyage eine Gegendarstellung, die allerdings den zahlreichen Zeitungsartikeln und Internetberichten widerspricht. An solchen Beispielen wird ersichtlich, dass Zirkusunternehmen die Tiere als ihr Eigentum betrachten und selbst bei Alter und/oder Krankheit keine Einsicht zeigen, sondern sie bis zum letzten Atemzug als Einnahmequelle benutzen.

Boykottiert Tierzirkusse! Kein Applaus für Tierausbeutung! Artgerecht ist nur die Freiheit!

Initiiert von Animal Liberation Network.
Veröffentlicht von Vegangenossin am 20.05.13 und genehmigt von Administrator

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