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Dresden: Buchvorstellung und Diskussion

Termindatum:Mittwoch, 16. März 2011
Enddatum:Mittwoch, 16. März 2011
Kategorie:Diverses   Diverses
Beschreibung:
<pre wrap="">»Das Schlachten beenden!
Zur Kritik der Gewalt an Tieren.Anarchistische, pazifistische, feministische und links-sozialistische
Traditionen.«

Buchvorstellung und Diskussion´
mit den Mitherausgeber_innen Lou Marin und Renate Brucker
Mittwoch, 16. März 2011
um 20:30 Uhr
im Stadtteilhaus Dresden-Neustadt


Die heutigen Kontroversen um Veganismus, Tierrechtsbewegungen, Kampagnen
gegen Massentierhaltung und Tierversuche haben eine Geschichte, die zum Teil mit anarchistischen, pazifistischen, sozialistischen und feministischen Argumentationen verknüpft war. Das Buch geht diesen
historischen Spuren nach. Je ein einleitender kommentierender Text ist den historischen Texten vorangestellt und hilft, diese in einen geschichtlich-gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen.
Das Buch soll hinsichtlich der Tierbefreiungsbewegung „zeigen, dass ein bedeutender unter den vielen – unterschiedlichen, zum Teil auch widersprüchlichen Herkunftssträngen dieser aktuellen Bewegung im
Anarchismus und ihm nahestehender Zusammenhänge: des Pazifismus, des Feminismus oder des Links-sozialismus liegt.“

Leo Tolstoi, Clara Wichmann, Elisée Reclus, Magnus Schwantje u.a.

Waren die modernen Schlachthäuser von Chicago bis Tula in Russland, die im ausgehenden 19. Jahrhundert die Epoche der industriellen Schlachtung und Massentierhaltung einläuteten, wirklich eine „humanere Form des Tötens“, wie es damals propagiert wurde? Gibt es überhaupt moderne, „humane“ Formen des Tötens? Leo Tolstoi hat einen dieser modernen Schlachthöfe besucht und war geschockt. Für den Anarchisten Elisée Reclus gehörte zu einer anarchistischen Moral die vegetarische Lebensweise. Magnus Schwantje hat dann mitten im Ersten Weltkrieg Analysen zum Zusammenhang von Tiermord und
Menschenmord veröffentlicht. Die Feministin, Juristin und gewaltfreie Anarchistin Clara Wichmann stellte eine Rechts-tradition infrage, die Tiere mit Sachen gleichstellte. „Sozialismus heißt ausbeutungsfreie
Gesellschaft“, propagierte in den zwanziger Jahren der „Internationale Sozialistische Kampfbund“ (ISK) und meinte damit, dass auch Tiere frei von Ausbeutung leben sollten.

Das Buch war Platz 6 der Sachbücher des Monats November 2010 von NDR, Buchjournal und Süddeutsche Zeitung.

Kontakt: dresden@antispe.org
http://tierrechtsgruppedd.blogsport.de/
Veröffentlicht von Administrator am 02.03.11

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