Terminkalender



Übersicht der nächsten 6 Termine, ab 23.01.13.

SchlachthofDiversesTreffenPelz, Leder...
BenefizVorträge, FilmeProzesseTierversuche
Jagd, Angeln, FischeZoo, ZirkusVeganKlima, Umwelt
EnglandPferdeMesseTauben

23.01.13
09:00h
 
bis
 
15:00h
Prozesse Celle: Prozess gegen Tierbefreiungsaktivisten
Hausfriedensbruch“ Prozess gegen Tierbefreiungsaktivisten in Celle

2. Prozesstag am  23.01.2013, 09.00 Uhr

Dem Tierbefreiungsaktivisten Karl-C. wird vorgeworfen am 23.05.2012 mit
anderen Aktivist_innen eine sogenannten Anhörung zum geplanten Neubau von
zwei Mastanlagen im Kreis Celle „gestört“ und nach Aufforderung den Saal
zu verlassen nicht folge geleistet zu haben.
Hier der Aktionsbericht:
http://criticalmast.blogsport.de/2012/05/24/wir-lassen-uns-unseren-protest-nicht-verbieten-proteste-bei-anhoerung-zu-zwei-neu-geplanten-mastanlagen-in-celle/#more-67

Gegen die Vorverurteilung durch einen Strafbefehl in Höhe von 10
Tagessätzen legte er Widerspruch ein, sodass darüber nun öffentlich
verhandelt wird.

Karl C. wird diesen Prozess offensiv und politisch führen und versuchen.
Ihr seit alle eingeladen euch an den Spektakel zu beteiligen.

Aktionen vor während und nach der Verhandlung sind gern gesehen.

Für eine Welt ohne Knäste, Tierausbeutung und strukturelle Diskriminierung.
Für ein herrschaftsfreies Leben für Alle!

Falls ihr Schlafplätze in Celle benötigt meldet euch doch unter:
criticalmast@riseup.net

Mehr Berichte zu u.a. Aktionen wehrend der „Criticalmast
Aktionsfahrradtour“ findet ihr unter criticalmast.blogsport.de

Weitere Informationen zu der Kampagne gegen Europas größte
„Geflügel“Schlachtfabrik findet ihr unter antiindustryfarm.blogsport.de



Der politische Hintergrund:
„50 Milliarden „Nutztiere“, plus ca. 140 Millionen Tonnen Fische und
andere Meerestiere (hier werden die einzelnen Individuen gar nicht
erst gezählt) werden jedes Jahr geschlachtet. Allein in Deutschland sind
es pro Jahr ca. 500 Millionen geschlachtete „Nutztiere“. Der größte Teil
landet in den Mägen der Menschen, welche die so genannte
„erste Welt“ bewohnen. Ein_e durchschnittliche_r Deutsche_r
„verbraucht“ im Laufe seines/ihres Lebens ca. 22 Schweine, 7 Rinder, 20
Schafe, 600 Hühner sowie etwas Wild für seinen/ihren Fleischgenuss. Dabei
stammen 98 % des Fleisches aus Massentierhaltung.“1

Diese Zahlen stehen für eine unfassbare Zuspitzung des Verhältnisses
zwischen Mensch und Tier. In denen Tiere zu Objekten gemacht werden, zu
ausbeutbaren Ressourcen, zu auf den Markt verwertbare Waren. Mastanlagen
stehen leider nur exemplarisch für viele andere Orte in unserer
Gesellschaft, in denen die Bedürfnisse von Tieren systematisch Missachtet
werden.

Auch Bedürfnisse vieler Menschen müssen den Interessen von Profit und
Verwertung weichen so werden Kleinbäuer_innen in Lateinamerika und Asien
vertrieben und Regenwälder gerodet um Soja für die Futtermittel anzubauen.
Millionen von Menschen müssen wegen der Folgen des Klimawandels fliehen.
Nach einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der
Vereinten Nationen (FAO) trägt die Tierausbeutung für den Konsum von
Fleisch, Milch und Eiern mehr zu der Globalen Erwärmung bei, als der
gesamte Verkehrssektor. Nach Studien des Robert Koch Institutes starben im
Jahr 2009 ca. 40.000 Menschen in Deutschland an den Folgen der Verbreitung
von antibiotikaresistenten Keimen. In Tierfabriken müssen Tausende von
Tieren auf engsten Raum unter Katastrophalen Hygienischen Bedingungen
leben. Diese Umstände führen zu einer Massenhaften Verbreitung von
Krankheiten die in der Regel mit Antibiotika bekämpft werden. Die Keime
entwickeln Resistenzen dagegen und verbreiten sich u.a. durch die Luft
auch auf Menschen.

All diese Phänomene stehen nicht exemplarisch für die industrielle
Tierhaltung sondern sind vielmehr Ausdruck einer kapitalistisch und
herrschaftsförmigen Gesellschaft und sollten aus diesen Kontext heraus
analysiert und bekämpft werden.

Seit einigen Jahren blähst vor allem dem Gefügelkonzern Rothkötter mit
seinem Schlachthof in Wietze (kleiner Ort bei Celle) und den dafür
benötigten Zulieferbetrieben Widerstand entgegen. In Wietze selber
gründete sich die größte Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung in
Deutschland. An vielen Orten wo Mastanlagen für diese Schlachtfabrik
gebaut werden gründen sich ebenfalls Bürger_innentiativen um öffentlich
und juristisch gegen diese vorzugehen. Es kam zu mehreren Besetzungen,
welche meistens von unabhängigen Aktivist_innen durchgeführt wurden. Auch
Brandanschläge gegen Mastanlagen bei denen weder Menschen noch Tiere
verletzt wurden prägen den Widerstand.
Im Mai diesen Jahres machten sich mehrere unabhängige Aktivist_innen mit
Fahrrädern für 3 Wochen auf den Weg und errichteten an mehreren Orten wo
Zulieferbetriebe für die Schlachtfabrik in Betrieb genommen wurden oder
sich in Planung befanden, Camps. Die Camps dienten für Austausch von
Inhalten und waren Ausgangspunkt von einigen Aktionen. Höhepunkt der
„Critical Mast Aktionsfahrradtour“ war das Camp vom 22. bis 28. in Wietze.

Wem nützt die von oben konstruierte und durchgesetze Ordnung? Was hat der
Staat mit der Ausbeutung von Tieren und Menschen zu tun? Warum werden in
dem System in den wir leben Regenwälder gerodet, Menschen vertrieben,
Flüsse vergiftet und Tiere benutzt?

Karl C. wird diesen Prozess offensiv und politisch führen und versuchen
u.a.. diesen Fragen nachzugehen. (Auch wenn wir sie dort bestimmt nicht
abschließend klären werden) Ihr seit alle eingeladen euch an den Spektakel
zu beteiligen, kreativ viele Antworten zu finden und Neue Fragen in den
Raum zu werfen …


1 Quelle:
http://hartmutkiewert.files.wordpress.com/2010/02/ausdruck_teil1_fertig.pdf  
29.05.13
18:30h
 
bis
 
21:30h
Prozesse Hamburg: Gemeinsam Briefe an Tierrechts/befreiungs-Gefangene schreiben

Mittwoch, 29.05.2013 – ab 18:30 Uhr im Cafe Knallhart – von Melle Park 9, Uni Campus Hamburg

Die Veranstaltung bei Facebook.

Jeden Tag unterliegen wir Zwängen, müssen ungewollt und systembedingt Dinge tun, die wir nicht wollen. Gerade deshalb dürfen wir diejenigen nicht vergessen, die für ihre Kämpfe vom System durch Einknasten und Wegsperren bestraft wurden.

Die nicht selbstgewählte Trennung von Familie und Freunden, bei einigen noch durch zusätzliche Einzel- oder Isolationshaft verstärkt, ist für die meisten von uns sicherlich nur schwer vorstell- und nachvollziehbar. Isolation, Schikanen, Bewegungsmangel, Langeweile, Fremdbestimmtheit, ständige Kontrolle – alles was Unfreiheit kennzeichnet, müssen Inhaftierte im Gefängnisalltag verdichtet ertragen.

Was für uns selbstverständlich und deshalb nicht bemerkenswert ist, gehört nicht zum Knastalltag:

Mit Freunden `ne Runde im Park kicken, Sonntags lange ausschlafen um danach gemütlich Mittagessen zu kochen, ab auf`s Rad und durch den Regen düsen, Omas 70. Geburtstag mit dem ganzen netten Verwandtschaftsanhang feiern, Mamas oder Papas Anrufe zu den ungünstigsten Zeiten, spontan mit Freund*innen ein Konzert besuchen, bis in die Nacht chatten und dafür nicht für die nächste Klausur lernen, den Flohmarkt abgrasen, irgendwo ins Grüne fahren und die Natur genießen und noch viele für uns normale Alltagsbestandteile gibt es für die Inhaftierten nicht.

Vor allem der fehlende Kontakt mit den Menschen, die man liebt und die einem Nahe stehen, sowie die nicht mögliche Beschäftigung mit Themen für die man brennt und für die man aktiv sein möchte, ist durch den Knast unterbunden und eine große psychische Belastung für viele.

Deshalb ist die Verbundenheit und Solidarität von draußen wichtig. Damit sich keine*r vergessen fühlt, damit das System merkt, dass es zwar strafen aber nicht brechen kann, damit wir uns alle angesprochen fühlen wenn sie eine*n einsperren. Gefangenen Briefe zu schreiben ist ein möglicher Weg, um Kommunikation aufzubauen und Ausgrenzung und Isolation zu durchbrechen.

Also: An die Stifte, fertig, los.

Material wie Karten, Briefpapier, Stifte, Briefumschläge und -marken ist vorhanden.

Gegen Knäste. Gegen Käfige. Für die Freiheit!

Initiiert von Animal Liberation Network.

08.05.14
08:00h
 
bis
 
17:00h
Prozesse Nienburg: PROZESS GEGEN MUTMASSLICHE SCHLACHTFABRIKBLOCKIERER_INNEN
*** Öf­fent­li­che Ver­hand­lung
*** am 8. Mai 2014
*** Pro­zess der ers­ten Grup­pe: 8:00 Uhr
*** Pro­zess der zwei­ten Grup­pe: 10:00 Uhr
*** im Amts­ge­richt Nien­burg, Ber­li­ner Ring 98, 31582 Nien­burg, Saal 1
Am 8. Mai fin­den die zwei Pro­zes­se der ins­ge­samt acht an­ge­klag­ten Tier­be­frei­ungs­ak­ti­vis­t_in­nen in Nien­burg statt. Ihnen wird vor­ge­wor­fen, sich an einer Blo­cka­de der Schlacht­fa­brik von Wie­sen­hof in Holte/Wiet­zen, Kreis Nien­burg, am 12. Juli 2013 be­tei­ligt zu haben, bei der meh­re­re LKWs be­setzt wur­den und eine Stra­ßen­blo­cka­de statt­fand.
Hin­ter­grund die­ser Ak­ti­on war der ge­plan­te Aus­bau der Schlacht­fa­brik in Holte/Wiet­zen im Kreis Nien­burg des Kon­zerns Wie­sen­hof, durch den die Schlacht­ka­pa­zi­tät von täg­lich 140.​000 Mast­hähn­chen auf bis zu 250.​000
Tiere ge­stei­gert wer­den soll.
Mit die­ser Ak­ti­on soll­te gegen die Un­ter­drü­ckung der Tiere in den Mast­an­la­gen von Wie­sen­hof sowie gegen ihre Er­mor­dung in dem Wie­sen­hof-​Schlacht­hof, gegen die Aus­beu­tung der dort ar­bei­ten­den Men­schen
und die Zer­stö­rung der Natur pro­tes­tiert wer­den. Durch den ge­plan­ten Aus­bau der Schlacht­fa­brik bis 2014, wel­cher je­doch immer noch nicht be­gon­nen wurde, wird die­ses Elend noch ver­grö­ßert wer­den, die Pro­fit­ma­xi­mie­rung schließ­lich auf Kos­ten von Tier, Um­welt und Mensch aus­ge­tra­gen.
Al­lein 2012/13 er­wirt­schaf­te­te der Me­ga­kon­zern einen Um­satz von 2,45 Mrd. Euro. Um dies zu er­zie­len, wird in der in­dus­tri­el­len Hüh­ner­mast, wel­che bei Wie­sen­hof etwa 95 % aus­macht, eine ma­xi­ma­le Zu­nah­me des
“Schlacht­ge­wich­tes” in­ner­halb kür­zes­ter Zeit an­ge­strebt, was be­deu­tet, dass die Tiere ihr ei­ge­nes Ge­wicht nicht mehr tra­gen kön­nen und dar­un­ter zu­sam­men­bre­chen. Zudem er­folgt die Mast auf mög­lichst klei­nem Raum, so wer­den bis zu 23 Hüh­ner auf einem Qua­drat­me­ter ge­hal­ten. Die 40 Tage bis zu ihrer Schlach­tung ver­brin­gen sie meist in ihren ei­ge­nen Ex­kre­men­ten ste­hend, ohne je­mals Son­nen­licht ge­se­hen oder fri­sche Luft ge­schnup­pert zu haben. Diese quä­le­ri­schen Hal­tungs­be­din­gun­gen füh­ren zudem zu zahl­rei­chen Krank­hei­ten, was wie­der­um zur Folge hat, dass die Tiere enorm viele Men­gen an An­ti­bio­ti­ka be­kom­men, wo­durch sich an­ti­bio­tika­re­sis­ten­te Keime ent­wi­ckeln, die über die Luft oder über den Ver­zehr auch auf Men­schen über­tra­gen wer­den kön­nen.
Auch die mas­sen­haf­te Tö­tung in der Schlacht­fa­brik ist ra­tio­na­li­siert:
Immer wie­der lie­fern LKWs in Kis­ten ge­pferch­te Tiere an. In der Schlacht­an­la­ge hän­gen die Tier­lei­ber überKopf an För­der­bän­dern, ar­beits­tei­lig und im durch­ra­tio­na­li­sier­ten, schnel­len Rhyth­mus töten und zer­schnei­den Ar­bei­ter_in­nen Stun­de um Stun­de und mit immer glei­chen Hand­grif­fen die Tiere. Die Um­wand­lung von Le­be­we­sen in Fleisch ist
ge­wal­tig per­fek­tio­niert. Auf der an­de­ren Seite des Schlacht­ho­fes wer­den die zer­stü­ckel­ten Tier­kör­per in Trans­por­ter ver­la­den und an die wei­ter­ver­ar­bei­ten­den Be­trie­be und an den Ein­zel­han­del ge­lie­fert.
Wir kri­ti­sie­ren je­doch den Wie­sen­hof Kon­zern nicht nur dafür, dass er sei­nen Pro­fit durch ver­schlech­ter­te Be­din­gun­gen er­reicht, unter denen die Tiere ge­fan­gen ge­hal­ten und ge­tö­tet wer­den. Als Men­schen, die sich nicht dem Leid der Tiere ge­gen­über un­emp­find­lich zei­gen, sich nicht ent­so­li­da­ri­sie­ren und nicht deren Un­ter­drü­ckung und Aus­beu­tung als le­gi­tim
an­se­hen, kämp­fen wir für die Be­frei­ung der Tiere aus allen Zu­stän­den, in denen sie an ihrer frei­en Ent­wick­lung und ihrem selbst­be­stimm­ten Leben ge­hin­dert oder sie sogar ver­letzt und ge­tö­tet wer­den. Bei Wie­sen­hof wird je­doch die Ver­wer­tungs­lo­gik, die den Ka­pi­ta­lis­mus aus­zeich­net und mit einer Aus­beu­tungs­stei­ge­rung und Ka­pi­ta­l­ak­ku­mu­la­ti­on ver­bun­den ist, be­son­ders deut­lich. Die ge­stei­ger­te Aus­beu­tung, durch die der Kon­zern sei­nen Pro­fit ver­grö­ßert, be­trifft auch die dort ar­bei­ten­den Men­schen. So wer­den sie von Wie­sen­hof unter un­wür­di­gen Ar­beits­be­din­gun­gen mit einem
Stun­den­lohn von teil­wei­se nur 3 Euro aus­ge­beu­tet.
Die Ma­chen­schaf­ten von Wie­sen­hof und damit ge­ne­rell der Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie haben zudem auch fa­ta­le Aus­wir­kun­gen auf die Um­welt. An­ge­fan­gen bei der Fut­ter­mit­tel­pro­duk­ti­on, durch die enor­me Flä­chen des Re­gen­wal­des ge­ro­det wer­den, über den Schad­stof­f­e­in­trag in Böden und Ge­wäs­sern durch die an­fal­len­de Gülle, bis hin zu einem er­höh­ten
Aus­stoß des gif­ti­gen Treib­haus­ga­ses Me­than, wird mas­siv zur Na­tur­zer­stö­rung und dem an­thro­po­ge­nen Kli­ma­wan­del bei­ge­tra­gen.
Durch all dies ist der Kon­zern in den letz­ten Jah­ren sogar in den bür­ger­li­chen Me­di­en mas­siv in Ver­ruf ge­ra­ten, u.a. durch eine Re­por­ta­ge, die 2011 in der ARD er­schien. Als Ant­wort auf diese ka­pi­ta­lis­ti­schen Aus­beu­tungs­ver­hält­nis­se regte sich schließ­lich ver­mehrt Wi­der­stand. So fand u.a. letz­tes Jahr im Juli ein Ak­ti­ons­camp gegen Tier­fa­bri­ken in Balge (Kreis Nien­burg) statt. Or­ga­ni­siert von einem Zu­sam­men­schluss von Men­schen aus ver­schie­de­nen eman­zi­pa­to­ri­schen Grup­pen und Be­we­gun­gen, die dies nicht ein­fach so hin­neh­men woll­ten, gab es in den sechs Tagen des Camps neben Vor­trä­gen und Work­shops auch Ak­tio­nen des krea­ti­ven Un­ge­hor­sams wie z.B. die Blo­cka­de der Schlacht­fa­brik.
Vier Mo­na­te nach der Blo­cka­de er­hiel­ten ei­ni­ge Ak­ti­vis­t_in­nen nun einen Straf­be­fehl mit Geld­stra­fen in Höhe von bis zu 750 Euro. Da sie da­ge­gen je­doch Wi­der­spruch ein­leg­ten, fin­det nun am 8. Mai der Pro­zess gegen sie
statt.
Der Pro­zess deckt ein­mal mehr auf, dass die herr­schen­de Klas­se in der Lage ist, mit Hilfe des Staa­tes, so auch des Jus­tiz­sys­tems, mit re­pres­si­ven Maß­nah­men gegen ihre po­li­ti­schen Geg­ner_in­nen vor­zu­ge­hen.
Dies zeigt je­doch auch, dass Wi­der­stand auf meh­re­ren Ebe­nen aus­ge­tra­gen wer­den kann und muss. Seid so­li­da­risch und kommt zum Pro­zess am 8. Mai, macht dar­auf auf­merk­sam oder or­ga­ni­siert ei­ge­ne Ak­tio­nen in eurer Stadt!

(u.a. wenn Ihr eine Über­nach­tungs­mög­lich­keit für den Pro­zess sucht):
aif@​riseup.​net

 

14.04.16
09:00h
 
bis
 
10:00h
Prozesse Schwäbisch Hall: Putenprozess vor dem Amtsgericht
http://www.act-for-animals.de/news/single-view/putenprozess-maester-ignorieren-leidende-tiere.html
 
 
Putenprozess - Mäster ignorieren leidende Tiere
Am 31. März 2016 fand der dritte Tag der Verhandlungen im Prozess um die Putenhaltung in Schwäbisch Hall statt. Wesentlicher Bestandteil des Prozesstages war die öffentliche Vorführung der Videoaufnahmen aus der Putenmast des Herrn G. Begleitet wurde der Prozess durch eine eigentümliche „Machtdemonstration“ zahlreicher Putenmäster.

Auch am dritten Prozesstag wird versucht, die offensichtlichen tierschutzrechtlichen Verstöße, welche sich Putenmäster G. zu Schulden hat kommen lassen, zu ignorieren. Im Raum steht weiterhin die in den Akten festgehaltene Aussage von vier Mitarbeiterinnen des örtlichen Veterinäramtes, welche keine tierschutzrechtlichen Mängel festgestellt haben wollen. Mindestens eine dieser Tierärztinnen war auch bei der Verhandlung anwesend. Die Videoaufnahmen, welche vor Gericht öffentlich gezeigt wurden, zeigen jedoch unmissverständlich ein gänzlich anderes Bild.

Absurd und beschämend war das Verhalten einiger Putenmäster und deren Angehörigen, welche dem Prozess beiwohnten. Durch eine offensichtlich abgesprochene Aktion fand sich bereits Stunden vor Prozessbeginn eine so große Anzahl an Putenmästern ein, dass diese sämtliche Plätze des Gerichtssaals besetzten. So waren all diejenigen Menschen, welche ebenfalls zahlreich vor Ort gekommen waren, um die Seite des Tierschutzes zu unterstützen, regelrecht aus dem Gerichtssaal ausgesperrt. Doch damit nicht genug. Vor einer Eingangstür des Gerichts positionierten sich Putenmäster als „Türsteher“, welche Tierschützer daran hindern wollten, das Gerichtsgebäude zu betreten. Zweck der ganzen Aktion war offensichtlich, die Stimmung im Gerichtssaal insbesondere bei der Vorführung der Videoaufnahmen zu beeinflussen und dafür zu sorgen, dass diese nicht vor einer neutralen Öffentlichkeit gezeigt werden können.

Im Gerichtssaal ließen es sich einige Putenmäster nicht nehmen, durch Zwischenrufe und Kommentare den Prozess zu stören. Trauriger Höhepunkt des Auftritts war, als die Mäster während der Vorführung der belastenden Videoaufnahmen aus den Stallungen von Landwirt G. in geschmackloser Art und Weise auf gezeigte kranke und verletzte Tiere reagieren und höhnisch lachten, als ein schwer krankes und leidendes Tier, welches kaum mehr aufstehen konnte, sich doch nochmals aufrichtete.

Aber es gab unter den anwesenden Landwirten auch betroffene Gesichter und Äußerungen, die erkennen ließen, dass die im Video gezeigte Tierhaltung nicht für so einwandfrei gehalten wurde, wie es der Anwalt der Nebenklägerin versuchte, darzustellen.

Der Prozess vor dem Amtsgericht Schwäbisch Hall wird am Donnerstag, den 14. April 2016 um 9 Uhr fortgesetzt. Für alle, die weiterhin für die Tiere und zur Unterstützung der Angeklagten vor Ort sein möchten, empfiehlt es sich, sehr früh anzureisen, da nur so die Chance besteht, dass sich im Gerichtssaal noch freie Plätze finden, welche nicht durch die örtlichen Putenmäster eingenommen wurden.

24.10.16
09:00h
 
bis
 
11:00h
Prozesse Aufruf zur Solidarität mit den angeklagten Tierbefreiungsaktivisten aus BS
Kommt zur Berufungsverhandlung am 23.11. in Braunschweig!

Am 03ten Mai 2016 endete nach fünf Prozesstagen der Prozess gegen zwei Tierbefreiungsaktivisten mit Haftstrafen die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ihnen wurde vorgeworfen am 25.12.2014 mehrere Schaufensterscheiben des Pelzgeschäftes „Michelen“ und jeweils eine Scheibe bei den Geschäften „Milkau“ und „Ernsting`s Family“ kaputt gemacht zu haben. Zusätzlich sollen sie sich mittels einer Brechstange und Pfefferspray gegen zwei angreifende Sicherheitsbeamte gewehrt haben.

 

Sowohl die Angeklagten mit ihren Anwält*innen, als auch die Staatsanwaltschaft legten Berufung gegen das Urteil vom Amtsgericht Braunschweig ein. Trotz der sehr dünnen Beweislage und vieler Ungereimtheiten im ersten Prozess – die von der Justiz in der Urteilsbegründung teilweise einfach ignoriert wurden -, fordert die Staatsanwaltschaft nun in ihrer Berufungsbegründung noch höhere Strafen für die beiden Aktivisten, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden sollen. Der erste Tag des Berufungsprozess findet am 23ten November 2016 vor dem Landgericht Braunschweig statt.

 

Schon während des ersten Prozesses erhielten die Angeklagten viel Solidarität. Eine Solidaritätserklärung mit über dreißig unterzeichnenden Gruppen und Einzelpersonen, Kundgebungen, ein GoIn beim Pelzgeschäft „Michelen“ und viele solidarische Prozessbeobachter*innen begleiteten die beiden Aktivisten.

 

Dort soll wieder angeknüpft werden. Es wird wieder einige Solidaritätsveranstaltungen geben und natürlich kommen wir auch in den Gerichtsaal um zu zeigen, dass die angeklagten Aktivisten nicht alleine sind!

Freiheit für Mensch und Tier!
Kein Knast für Andre und Philipp!

 

Termine:

 

Berufungsprozess – 23ter November 2016 – 10:30 Uhr – Landgericht Braunschweig

Kundgebung vor Prozessbeginn – 23ter November 2016 – 09.45 Uhr – Haupteingang Landgericht Braunschweig

Kundgebung gegen „Michelen“ – 22ter November 2016 – 16 Uhr – Poststraße vor dem Pelzgeschäft

Vortrag zur Pelzindustrie und Offensive gegen die Pelzindustrie (OgPi) (ausführliche Ankündigung folgt) – 18ter November 2016 – 18.30 Uhr – Haus der Kulturen Braunschweig e.V. Am Nordbahnhof 1 –

Weitere Informationen und die Berichte vom ersten Prozess findet ihr hier: http://kampagne-gegen-tierfabriken.info/solidaritaet-mit-andre-und-philipp/


 

23.11.16
12:00h
 
bis
 
15:00h
Prozesse Kiel: Stoppt die Robbenschlächter
Ort: Deliusstraße 22, Amts Gericht Kiel

J.B.ist angeklagt 2 Robben illegal gerettet und nicht sofort an die Jäger ausgeliefert zu haben!
Ich will diese Anklage nicht hin nehmen und unterstützen in dem ich schweige! Für mich ist Tierrettung kein Grund für eine Anklage, jeder sollte Tiere retten dürfen. Bitte zeigt Solidarität mit J.B. in dem ihr zahlreich erscheint. Pfeifen, Schilder, Plakate etcra sind nicht nur erlaubt sondern auch erwünscht!
Das stürmen des Saals ist strickt verboten und wird nicht geduldet. Wer sich die Verhandlung anhören möchte (sie ist öffentlich) bitte leise und ohne zwischen rufe...

fb event: https://www.facebook.com/events/154247148381444


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